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Neu erschienen: Michael Waschk porträtiert Willibald Pirckheimer

Im Jahr 2020 jährt sich der Geburtstag Willibald Pirckheimers zum 550. Mal. Im Nürnberger Stadtmuseum im Fembohaus wird deshalb am Donnerstag, 21. November 2019, um 11 Uhr die 128-seitige Neuerscheinung „Willibald Pirckheimer. Jurist, Humanist und Freund Dürers“ vorgestellt. Den Juristen Pirckheimer (1470 – 1530) porträtiert ein Jurist, der Nürnberger Dr. Michael Waschk. Der Autor stellt sein Werk über Pirckheimer – und damit über die Vita und das Wirken des gelehrten Humanisten – vor. Dieser Nürnberger Patrizier war eine herausragende Persönlichkeit mit höchstem Bildungsniveau, der die Geschichte seiner Heimatstadt als Berater Kaiser Maximilians I. sowie nicht zuletzt als Freund und Förderer Albrecht Dürers nachhaltig beeinflusst hat. Willibald Pirckheimer war ein Visionär: Er setzte sich schon im Vorfeld der Reformation mit den Gedanken der Meinungsfreiheit und religiösen Toleranz auseinander. Im Werk Pirckheimers zeigt sich die gesamte Aufbruchsstimmung aus Renaissance, Humanismus und Reformation, fokussiert auf die Ereignisse in Nürnberg, damals ein Zentrum der Kunst und der Wissenschaften. Michael Waschk verschweigt auch nicht die Spekulationen über eine homo-erotische Beziehung zwischen Dürer und seinem Freund. Anlass dazu gab nicht zuletzt eine Silberstiftstudie Dürers mit dem Porträt seines Freundes, dem Pirckheimer handschriftlich in Altgriechisch den Satz hinzufügte: „Mit dem Schwanz in den Arsch.“ (Es kursiert eine deutlich konkretere Übersetzung.) Möglich wäre es: Immerhin verspottete Dürer seinen Freund wegen seiner Vorliebe „sowohl für deutsche Mädchen als auch für italienische Soldaten" (so schrieb James Smalls in seinem Werk „Homosexualität in der Kunst“).

Die Neuerscheinung ist ab 21. November 2019 bundesweit im Buchhandel (ISBN 978-3-946917-18-2) erhältlich.

 

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