Demnächst erscheint

Aktuell mehrere Neuerscheinungen in Vorbereitung

In den kommenden Monaten erscheinen im context verlag Augsburg mehrere neue Publikationen – zu Themen von Industriekultur bis Mediengeschichte.

AUGSBURG. 2000 Jahre Geschichte und das UNESCO-Welterbe historische Wasserwirtschaft

Augsburgs historische Wasserwirtschaft ist seit 2019 UNESCO-Welterbe. Kanäle von Lech und Wertach, Singold und Quellbächen, Wasserwerke mit im Kern mittelalterlichen Wassertürmen und mit der Technik des frühen Industriezeitalters,  Strom erzeugende Wasserkraftwerke und drei  Monumentalbrunnen im Stil der Spätrenaissance machen die bayerische Großstadt zum Welterbe.  Neben dem „Augsburger Wasser­manage­ment-System“ – so der ganz offizielle Welterbe-Titel – glänzt Augsburg aber mit weiteren Themen. Die von Renaissance und Industriekultur geprägte Stadt ist eine Bischofsstadt, die Stadt der Fugger, der Familie Mozart und Bertolt Brechts. Große Sehenswürdigkeiten in dem von den Römern ge­gründeten Augsburg, einer der ältesten Städte Deutschlands, sind auch der romanisch-gotische Dom, das prächtige Renaissancerathaus mit dem atemberaubend schönen Goldenen Saal und die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung der Welt.

Die glanzvolle Museumslandschaft führt durch die Stadtgeschichte, zu Kaisern und Heiligen, zu gotischer Malerei und zum barocken Augsburger Silber. Augsburg, die Heimat der Augsburger Puppenkiste und des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg, ist nicht zuletzt eine Station der Romantischen Straße – wie auch die angrenzende altbaierische Uhrmacherstadt Friedberg, der ein Kapitel dieses Reiseführers gewidmet ist.  

context verlag Augsburg
Martin Kluger
168 Seiten, 330 Fotos, 2 Karten
EUR 9,80
ISBN 978-3-946917-14-4

Die Fugger in Augsburg

Montanunternehmer, Bankiers, Stifter


Keine andere Familie hat Augsburg so geprägt wie die Fugger. Keine andere Familie hat so viele Denkmäler hinterlassen, die den Reichtum und Kunstsinn dieser Epoche ebenso widerspiegeln wie das Elend der Massen: In Augsburg, wo der Ober­schicht 1530 ein „mehr als asiatischer Luxus“ nachgesagt wurde, waren 87 Prozent der Bürger arm oder von Armut bedroht. Für bedürftige Mitbürger stiftete Jakob Fugger „der Reiche“ 1521 die Fuggerei, wo heute rund 150 katholische Augsburger für 0,88 Euro Jahres(kalt)miete wohnen und als Gegen­­­leistung täglich drei Gebete für die Stifter sprechen. Die Fuggerkapelle in St. Anna kostete mehr als die ganze Armensiedlung: Mit dem Bau dieser Grablege begann in Augsburg die Zeit der Renaissance. Die katholische Grabkapelle in dieser längst evangelischen Kirche ist ein konfessionelles Kuriosum und zeigt die religiöse Zerrissenheit der Reichsstadt. In den Fuggerhäusern, wo 1518 Martin Luther verhört wurde, residierten die Habsburger Kaiser während der Reichs­tage. Auch an der Entstehung der welterbewürdigen Augsburger Brunnenkunst waren nicht zuletzt die Fugger beteiligt. Der Kulturreiseführer „Die Fugger in Augsburg. Montanunternehmer, Bankiers, Stifter“ erzählt kurz und knapp die Geschichte dieser Familie und leitet zu ihren Denkmälern in der Fuggerstadt Augsburg.  


Ötzis Sprache

Studien zur prähistorischen Hirtensprache im vor- und inneralpinen Raum


Hat man im süddeutschen Raum wirklich jenes Keltisch gesprochen, das sich auf den Britischen Inseln und in der Bretagne erhalten hat und das als das sogenannte Festlandkel­tische mehr oder weniger ausgestorben sein soll? Die Vaskonen-Theorie von Theo Vennemann, derzufolge sich die eigentliche alteuro­päische, vorindogermanische Sprache in der Hirtensprache des Baskischen erhalten hat, bildet die Grundlage für die vorliegenden, vor allem ortsnamenkundlichen Studien speziell zur süddeutschen und inner­alpinen Region bis hinunter zum Gardasee. Der komparatistische, vergleichende Blick gilt aber auch dem gesamten prähistorischen wie heutigen Europa und darüber hinaus der Frage, ob die vaskonische Hirtensprache – die Römer sagten zu den Basken ja Vascones – auch der Mann aus dem Eis, „Ötzi“, gesprochen hat. Rupert Zettl meint: „Ja!“