Demnächst erscheint

Aktuell mehrere Neuerscheinungen in Vorbereitung

In den kommenden Monaten erscheinen im context verlag Augsburg mehrere neue Publikationen – zu Themen von Industriekultur bis Mediengeschichte.

Die Fugger in Augsburg

Montanunternehmer, Bankiers, Stifter


Keine andere Familie hat Augsburg so geprägt wie die Fugger. Keine andere Familie hat so viele Denkmäler hinterlassen, die den Reichtum und Kunstsinn dieser Epoche ebenso widerspiegeln wie das Elend der Massen: In Augsburg, wo der Ober­schicht 1530 ein „mehr als asiatischer Luxus“ nachgesagt wurde, waren 87 Prozent der Bürger arm oder von Armut bedroht. Für bedürftige Mitbürger stiftete Jakob Fugger „der Reiche“ 1521 die Fuggerei, wo heute rund 150 katholische Augsburger für 0,88 Euro Jahres(kalt)miete wohnen und als Gegen­­­leistung täglich drei Gebete für die Stifter sprechen. Die Fuggerkapelle in St. Anna kostete mehr als die ganze Armensiedlung: Mit dem Bau dieser Grablege begann in Augsburg die Zeit der Renaissance. Die katholische Grabkapelle in dieser längst evangelischen Kirche ist ein konfessionelles Kuriosum und zeigt die religiöse Zerrissenheit der Reichsstadt. In den Fuggerhäusern, wo 1518 Martin Luther verhört wurde, residierten die Habsburger Kaiser während der Reichs­tage. Auch an der Entstehung der welterbewürdigen Augsburger Brunnenkunst waren nicht zuletzt die Fugger beteiligt. Der Kulturreiseführer „Die Fugger in Augsburg. Montanunternehmer, Bankiers, Stifter“ erzählt kurz und knapp die Geschichte dieser Familie und leitet zu ihren Denkmälern in der Fuggerstadt Augsburg.  


Ötzis Sprache

Studien zur prähistorischen Hirtensprache im vor- und inneralpinen Raum


Hat man im süddeutschen Raum wirklich jenes Keltisch gesprochen, das sich auf den Britischen Inseln und in der Bretagne erhalten hat und das als das sogenannte Festlandkel­tische mehr oder weniger ausgestorben sein soll? Die Vaskonen-Theorie von Theo Vennemann, derzufolge sich die eigentliche alteuro­päische, vorindogermanische Sprache in der Hirtensprache des Baskischen erhalten hat, bildet die Grundlage für die vorliegenden, vor allem ortsnamenkundlichen Studien speziell zur süddeutschen und inner­alpinen Region bis hinunter zum Gardasee. Der komparatistische, vergleichende Blick gilt aber auch dem gesamten prähistorischen wie heutigen Europa und darüber hinaus der Frage, ob die vaskonische Hirtensprache – die Römer sagten zu den Basken ja Vascones – auch der Mann aus dem Eis, „Ötzi“, gesprochen hat. Rupert Zettl meint: „Ja!“