Demnächst erscheint

Der Lech.

Landschaft. Natur. Geschichte. Wirtschaft. Wasserkraft. Welterbe.


Das aktualisierte und erweiterte Taschenbuch zum Lech und zum Lechmuseum Bayern in Langweid – zuletzt 2011 erschienen und längst vergriffen – erklärt auf umfassend überarbeiteten 224 Seiten und mit 315 Abbildungen (285 Fotos sowie 30 Karten und  Schemazeichnungen) den Fluss und das Museum. Die Arbeit an dem von der Lechwerke AG 2008 eröffneten, bundesweit einzigartigen Flussmuseum im Wasserkraftwerk Langweid führte letztlich dazu, dass 2010 im context verlag Augsburg die Idee für die 2019 erfolgreiche Bewerbung der Stadt Augsburg um die Aufnahme ihrer historischen Wasserwirtschaft in die Liste des UNESCO-Welterbes geboren wurde. Das bei der Konzeption des Lechmuseums Bayern (und aus mehreren Publikationen zum Thema Wasserwirtschaft) gewonnene Wissen ermöglichte es dem context verlag Augsburg nachfolgend auch, bis 2012 die 2014 letztlich erfolgreiche Interessenbekundung – die die Stadt Augsburg auf die deutsche Tentativliste brachte – inhaltlich zu gestalten.

 

Das auch in zweiter Auflage längst vergriffene Taschenbuch (Martin Kluger, herausgegeben von Lechwerke AG) erscheint jetzt in einer aktualisierten, verbesserten und erweiterten neuen Auflage. Erweitert unter anderem deswegen, weil seit dem Jahr 2019 auch die drei Wasserkraftwerke der Lechwerke in Gersthofen, Lang­weid und Meitingen am nördlichen Lechkanal Stätten des UNESCO-Welterbes „Augsburger Wasser­­management-System“ sind. Das Taschenbuch endet mit der Beschreibung dieser drei Welterbestätten, doch in den Kapiteln davor geht es um die Inhalte des Lechmuseums Bayern: Der rund 260 Kilometer lange Lech entspringt im Vorarlberger Lechquellengebirge in Östereich, fließt durch Tirol und mündet im bayerischen Schwaben die Donau. Der vor seiner Korrrektion reißende Gebirgsfluss hat unterschiedlichste Landschaften geformt und äußerst  artenreiche Naturräume geschaffen. An seinen Ufern wuchsen Dörfer und Städte, für die der Lech eine Lebens­ader war – als Transport­weg, Wasserlieferant und Kraftquelle. Am Zusammenfluss von Lech und Wertach  gründeten die Römer Augsburg. Später ent­standen Füssen im Allgäu und die bayerischen Städte Schongau, Landsberg, Friedberg und Rain. Ein Jahr­tausend lang war dieser Fluss eine Kultur-, Sprach- und Landesgrenze. Sein Wasser führte zu Konflikten zwischen der Reichsstadt und dem Herzogtum sowie dem Kurfürstentum Bayern. Wasser aus dem Lech trieb Mühlen und Hammerwerke an, Lech­flößerei war ein bedeutendes Gewerbe, Lechwasser machte Augsburg zur  Industrie­stadt. Trinkwasser aus dem Lechtal versorgt heute weite Teile Frankens, vor allem den Ballungsraum Nürnberg, Fürth und Erlangen. Rund 60 größere und kleinere Wasser­kraft­werke am Lech und im Stadtgebiet von Augsburg er­zeugen heute CO2-frei Strom. Dieses Buch führt durch das Lechmuseum   Bayern in Langweid. Es erklärt so den Lech und sein Tal, die Energieerzeugung aus Wasserkraft und die Geschichte der in Augsburg ansässigen Lech­werke.

Die Fugger in Augsburg

Montanunternehmer, Bankiers, Stifter


Keine andere Familie hat Augsburg so geprägt wie die Fugger. Keine andere Familie hat so viele Denkmäler hinterlassen, die den Reichtum und Kunstsinn dieser Epoche ebenso widerspiegeln wie das Elend der Massen: In Augsburg, wo der Ober­schicht 1530 ein „mehr als asiatischer Luxus“ nachgesagt wurde, waren 87 Prozent der Bürger arm oder von Armut bedroht. Für bedürftige Mitbürger stiftete Jakob Fugger „der Reiche“ 1521 die Fuggerei, wo heute rund 150 katholische Augsburger für 0,88 Euro Jahres(kalt)miete wohnen und als Gegen­­­leistung täglich drei Gebete für die Stifter sprechen. Die Fuggerkapelle in St. Anna kostete mehr als die ganze Armensiedlung: Mit dem Bau dieser Grablege begann in Augsburg die Zeit der Renaissance. Die katholische Grabkapelle in dieser längst evangelischen Kirche ist ein konfessionelles Kuriosum und zeigt die religiöse Zerrissenheit der Reichsstadt. In den Fuggerhäusern, wo 1518 Martin Luther verhört wurde, residierten die Habsburger Kaiser während der Reichs­tage. Auch an der Entstehung der welterbewürdigen Augsburger Brunnenkunst waren nicht zuletzt die Fugger beteiligt. Der Kulturreiseführer „Die Fugger in Augsburg. Montanunternehmer, Bankiers, Stifter“ erzählt kurz und knapp die Geschichte dieser Familie und leitet zu ihren Denkmälern in der Fuggerstadt Augsburg.  


Ötzis Sprache

Studien zur prähistorischen Hirtensprache im vor- und inneralpinen Raum


Hat man im süddeutschen Raum wirklich jenes Keltisch gesprochen, das sich auf den Britischen Inseln und in der Bretagne erhalten hat und das als das sogenannte Festlandkel­tische mehr oder weniger ausgestorben sein soll? Die Vaskonen-Theorie von Theo Vennemann, derzufolge sich die eigentliche alteuro­päische, vorindogermanische Sprache in der Hirtensprache des Baskischen erhalten hat, bildet die Grundlage für die vorliegenden, vor allem ortsnamenkundlichen Studien speziell zur süddeutschen und inner­alpinen Region bis hinunter zum Gardasee. Der komparatistische, vergleichende Blick gilt aber auch dem gesamten prähistorischen wie heutigen Europa und darüber hinaus der Frage, ob die vaskonische Hirtensprache – die Römer sagten zu den Basken ja Vascones – auch der Mann aus dem Eis, „Ötzi“, gesprochen hat. Rupert Zettl meint: „Ja!“